Monate harten Trainings, unerwartete Rückschläge kurz vor dem Start, schlaflose Nächte – und am Ende ein großartiger Erfolg. Das Läuferteam von HKS Forge, verstärkt durch einen Kollegen von EG und einige Freunde, hat den prestigeträchtigen Staffellauf Od Tatier k Dunaju 2026 erfolgreich gemeistert. Obwohl die Strecke von Jasná bis Bratislava einige unerwartete Herausforderungen bereithielt, überwog im Ziel bei der gesamten Mannschaft die pure Freude. Und es gab allen Grund zum Feiern: Die Vorjahreszeit wurde um fast zwei Stunden verbessert!

Dramatik noch vor dem Startschuss

Ein Team für ein Rennen dieser Größenordnung zusammenzustellen, ist bereits eine organisatorische Herausforderung für sich. Der ursprüngliche Plan war klar: Acht Mitarbeiter von HKS Forge sollten den festen Kern der Mannschaft bilden. Doch manchmal macht das sportliche Schicksal selbst die besten Pläne zunichte.

Zwei wichtige Läufer mussten verletzungsbedingt absagen, ein weiterer fiel aufgrund dringender beruflicher Verpflichtungen aus. Besonders großes Pech hatte die einzige Frau im Team, die nur wenige Tage vor dem Start einen Fahrradunfall erlitt. Der Teamkapitän musste schnell reagieren – kurzfristig mussten gleich vier Läufer ersetzt werden.

So bestand die endgültige Mannschaft aus zwölf hochmotivierten Männern, darunter fünf Mitarbeiter von HKS Forge und ein Kollege von EG.

Vier Etappen pro Läufer – und die Launen des Wetters

Die Regeln der anspruchsvollsten Königskategorie „Full“ sind unerbittlich. Jeder der zwölf Läufer musste genau vier Etappen absolvieren – insgesamt bedeutete dies 48 anspruchsvolle Staffelabschnitte quer durch die Slowakei.

Vor allem die erste Hälfte des Rennens stellte die mentale Stärke des Teams auf die Probe. Das Wetter in der Tatra-Region war wechselhaft und kühl, zeitweise begleitet von Regenschauern. In der Nacht sanken die Temperaturen auf frostige 6 °C. In Kombination mit der zunehmenden Muskelermüdung wurde damit auch die Moral der Mannschaft ordentlich auf die Probe gestellt.

In der zweiten Hälfte zeigte sich die Strecke von ihrer freundlicheren Seite: Das Wetter stabilisierte sich und angenehm warme Temperaturen begleiteten die Läufer bis ins Ziel.

Der „Kapitänsfaktor“ und ein Paar Reflexgurte

Die Endzeit hätte sogar noch etwas besser ausfallen können. Doch Staffelläufe sind bekannt dafür, ihre ganz eigenen – und im Nachhinein oft amüsanten – Geschichten zu schreiben. Unterwegs musste das Team einige Verzögerungen verkraften, über die die Jungs heute lachen können, die während des Rennens jedoch für ordentlich Adrenalin sorgten:

  • 13 Minuten Verzögerung wegen logistischer Probleme: Eine der Fahrzeugbesatzungen schaffte es nicht rechtzeitig zu einem Wechselpunkt. Der Grund dafür war eine notwendige Tankpause, gefolgt von einer ungeplanten Begegnung mit der Polizei. Die Beamten kontrollierten die Dokumente und führten einen Alkoholtest durch – glücklicherweise wurde die Geschwindigkeit nicht kontrolliert. Für diesen kleinen logistischen Zwischenfall musste sich Kapitän Griflík anschließend einige freundschaftliche Kommentare gefallen lassen.
  • Eine unfreiwillige Extra-Runde: Auch der Kapitän selbst trug dazu bei, die Strecke ein wenig zu verlängern. In Liptovský Mikuláš verlor er die Orientierung und lief bei der Suche nach dem richtigen Weg 1,2 Kilometer zusätzlich.
  • Der etwas andere „Staffelstab“: Für einen besonders kuriosen Moment sorgte ein Wechsel, bei dem ein erschöpfter Läufer seinem Teamkollegen im Eifer des Gefechts statt des GPS-Trackers seine verschwitzten Reflexgurte übergab. Einige wertvolle Sekunden vergingen, bevor dem Team auffiel, womit der Kollege da eigentlich losgelaufen war.

Gesunder Konkurrenzkampf im Auto – und ein großartiger Erfolg im Ziel

An guter Stimmung mangelte es den Jungs jedenfalls nicht. Die Fahrten zwischen den einzelnen Wechselpunkten waren von lautstarker gegenseitiger Motivation und jeder Menge freundschaftlichem Konkurrenzkampf geprägt. Die Besatzungen der einzelnen Fahrzeuge wetteiferten miteinander, wer die schnelleren Läufer im Team hatte und welche Gruppe auf der Strecke die bessere Leistung zeigen würde.

Diese gesunde Rivalität trieb alle Beteiligten weiter an – bis zum Donauufer in Bratislava.

Und die Zahlen im Ziel sprechen für sich: Die Uhr stoppte bei 48 Stunden, 13 Minuten und 5 Sekunden. Gegenüber dem Ergebnis aus dem Jahr 2025 von 50:12:22 bedeutet dies eine beeindruckende Verbesserung um 1 Stunde und 59 Minuten.

Im Feld von 84 Teams aus der gesamten Slowakei erreichte die Mannschaft von HKS Forge einen hervorragenden 41. Platz in der Gesamtwertung. Noch beeindruckender: In der anspruchsvollsten Königskategorie „Full“ erkämpften sich die Jungs einen fantastischen 7. Platz.

Allen Läufern gebührt große Anerkennung für die hervorragende Repräsentation von HKS Forge, ihre Willensstärke und ihren außergewöhnlichen Teamgeist. Gemeinsam ist es ihnen gelungen, eine Krise kurz vor dem Start in einen historischen sportlichen Erfolg zu verwandeln!